26.05.2014

BDKJ richtet inhaltliche Arbeit neu aus

Ergebnisse der Diözesanversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Speyer: Neue inhaltliche Schwerpunkte sind Jugendpolitik und Diversität | Kirchenpolitische Positionierung: Jugendverbände sind Gemeinden | Finanzen werden in Trägerwerk überführt

Sie sind politisch aktiv und wollen ihre Netzwerke auf Kommunal- und Landesebene noch verstärken: die Delegierten der BDKJ-Diözesanversammlung, die am vergangenen Wochenende in Homburg tagten. In den kommenden drei Jahren wird der BDKJ Speyer die bundesweite Strategie "U28-  Die Zukunft lacht!" umsetzen. Mit ihr sollen Politiker überzeugt werden, ihre politischen Entscheidungen aus der Perspektive der Unter-28-jährigen zu betrachten. "Generationengerechtigkeit ist eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft. Dieser Verantwortung wollen wir uns als katholische Jugend im Gespräch mit den Verantwortlichen stellen", erklärt Felix Goldinger, BDKJ-Diözesanvorsitzender, und betont: "Politische Entscheidungen müssen so getroffen werden, dass sie die Interessen der jungen Generation berücksichtigen".

Wertschätzender Umgang mit Verschiedenheit

Die Diözesanversammlung sprach sich einstimmig für die Etablierung einer diversitätsbewußten Jugendarbeit aus. Der BDKJ möchte sowohl für Mädchen und Jungen, als auch für Jugendliche möglichst vieler Bildungsebenen und unterschiedlicher Herkunft offen sein. "Diversitätsbewußtsein heißt für uns aber auch, heiße Eisen in der Kirche anzupacken", sagt Heike Vogt, BDKJ-Diözesanvorsitzende und erklärt: "Ganz sicher hat katholische Kirche in Gesellschaft und insbesondere unter Jugendlichen ein schweres Standing, auch und besonders wenn es um Fragen der Sexualmoral geht. Da müssen wir etwas tun."

Verbände als Personalgemeinden verstehen

Der BDKJ Speyer bringt sich mit einem Positionspapier in den Veränderungsprozess der Diözese Speyer ein. Er reagiert damit sowohl auf die Sparmaßnahmen im Jugendbereich als auch auf die Entwicklung hin zu neuen Großpfarreien. "Besonders wichtig ist uns, dass Jugendverbände als Personalgemeinden verstanden werden", begründet Felix Goldinger das Positionspapier. Die demokratischen Strukturen der Verbände verwirklichten seit vielen Jahren jene Form von gemeindlicher Selbstbestimmung, die im Rahmen des neuen Seelsorgekonzepts für das Bistum gefordert würden. "Gemeinden der Zukunft" ist das Positionspapier überschrieben. Die Jugendverbände vor Ort verstehen sich als Teil der Pfarrei neben anderen Territorial- und Personalgemeinden. Mit dem Positionspapier verbindet der BDKJ die Forderung nach einem Stopp des Stellenabbaus im Jugendverbandsbereich. "Bei weiteren Kürzungen befürchten wir das strukturelle Scheitern unserer Arbeit", betont Goldinger. 

Trägerwerk nimmt Arbeit auf

Auch im Hinblick auf die Neuregelung der Finanzen stellte die Diözesanversammlung die Weichen für die Zukunft. Die Sparmaßnahmen der letzten Jahre- auch und gerade im Bereich der Geschäftsführung des BDKJ- hatten vor zwei Jahren zu dem Beschluss geführt, die Haushaltsführung in ein Trägerwerk auszulagern. Seit einigen Wochen liegt nun die Bestätigung des Bischofs vor, die als letzter notwendiger Schritt noch ein Stein auf dem Weg hin zur Neuordnung der Finanzen war. Mit den durch die Konferenz neugewählten Mitgliedern kann das Gremium nun seine Arbeit aufnehmen. 

Der BDKJ Speyer vertritt als Dachverband die Anliegen von ca. 8.500 Mitgliedern aus sieben Kinder- und Jugendverbänden in der Diözese Speyer. Als höchstes beschlussfassendes Gremium trifft die BDKJ-Diözesanversammlung ein Mal im Jahr grundlegende Entscheidungen. 

>> Beschlüsse der Versammlung
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Text: BDKJ Speyer
Bild: BDKJ Speyer | A. Narr

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