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Bild: BDKJ Speyer

Sternsinger in den Staatskanzleien

11. Januar 2018

Am Donnerstag, den 11.1.18 waren rund 50 Sternsinger aus den Bistümern Mainz, Limburg, Speyer und Trier zu Besuch in der Staatskanzlei in Mainz. Mit dabei waren 12 große und kleine Könige aus Rockenhausen, die das Bistum Speyer vertraten.

Unter dem Motto "Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit - in Indien und weltweit" machten die jungen Könige deutlich, dass auch in Deutschland Produkte aus Kinderarbeit verkauft und Kinder damit ausgebeutet werden. "Knapp zwei Drittel unserer Grabsteine kommen aus Indien. Ein großer Teil von ihnen wird von Kindern unter unmenschlichen Bedingungen hergestellt", berichtet Pfarrer Carsten Leinhäuser, Diözesanpräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Speyer. "Wir Sternsinger wollen darauf aufmerksam machen, dass auch wir in Deutschland etwas gegen Kinderarbeit tun können - zum Beispiel indem wir uns informieren und gut abwägen, welche Produkte wir kaufen und welche nicht."

Da Ministerpräsidentin Malu Dreyer aufgrund der Sondierungsgespräche in Berlin war, empfing Staatssekretär Clemens Hoch die Kinder und Jugendlichen. „Danke, dass Ihr gekommen seid und auf die Situation von benachteiligten Kindern auf der ganzen Welt hinweist“, freute er sich. Staatssekretär Hoch bedankte sich für den Einsatz der Sternsinger und wünschte ihnen, dass ihre Botschaft bei den Menschen ankomme. Während des Empfangs sangen die Sternsinger ihre Lieder und überbrachten ihren Segen "Christus Mansionem Benedicat" (Christus segne dieses Haus). "Mir macht es total viel Spaß zu singen und zu sehen, wie die Leute sich freuen, wenn wir kommen" fasste die neunjährige Anna aus Rockenhausen den Besuch beim anschließenden Snack in den Fluren der Staatskanzlei zusammen. "Und es ist gut, wenn gesehen wird, dass wir anderen Kindern helfen wollen" ergänzte der zwölfjährige Malte.

Bereits am Montag waren Sternsinger aus den Bistümern Speyer und Trier zu Besuch in der Staatskanzlei in Saarbrücken. Auch Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ließ sich aufgrund der Sondierungsgespräche vertreten. Staatssekretär Jürgen Lennartz dankte den Kindern dafür, dass sie Verantwortung für diese Welt übernehmen. Die 24 Sternsinger aus Pinningen/Altheim, Gisingen und Saarbrücken freuten sich über den herzlichen Empfang und erzählten stolz von ihrer Motivation, an der Aktion teilzunehmen. "Dass es auf der Welt keine Gleichberechtigung für alle Kinder gibt, finde ich nicht gut", sagte der elfjährige Elias aus Pinningen. "Dass uns so viele Leute bei der Aktion unterstützen macht mich glücklich." ergänzte die dreizehnjährige Amelie aus Gisingen.

In ganz Deutschland sind in diesen Tagen etwa 300.000 Sternsinger unterwegs, um den Segen an die Haustüren zu schreiben und Spenden für benachteiligte Kinder in Indien und auf der ganzen Welt zu sammeln. Die Aktion Dreikönigssingen wird vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ e.V. getragen und unterstützt mehr als 1600 Projekte in weltweit 107 Ländern. Im Jahr 2017 hatten die Sternsinger 46,8 Millionen Euro gesammelt.

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