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Nehemias Traum musikalisch in Szene gesetzt

15. Oktober 2017

Am 13.10. feierte "Nehemia" im Saalbau in Homburg Premiere. Anschließend wechselte das Team den Spielort und brachte am 14.10. die Bühnenbretter des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Ludwigshafen zum Beben. Ein begeistertes Publikum feierte im voll besetzten Saal das Musicalteam rund um Frederik Knoblauch (15), der die Hauptrolle des Nehemia spielte. Der Ludwigshafener gab alles und zeigte sowohl stimmlich als auch durch sein Spiel absolute Professionalität. Das beeindruckte umso mehr, als das Team das gesamte Musical in nur einer Woche auf die Beine stellte. Die Probenwoche fand vom 09. bis 14.10. in der Bildungsstätte Heilsbach/Schönau statt und wurde von den beiden Aufführungen gekrönt. 

Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr die Geschichte des biblischen Königsbeamten Nehemia. Das Musical rankte sich um dessen sicheres Leben am persischen Königshof. Ganz anders als Nehemia geht es dessen Volk in Jerusalem. Die Menschen sind arm, ihre Stadt ist zerstört und sie werden bedroht. Nehemia wagt einen Rettungsversuch und kann dabei auf wichtige Unterstützer zählen. Frederik hat "sein" Nehemia sehr beeindruckt: "Nehemia hat ein Ziel, das er nie aus den Augen verliert. Das ist für ihn wie ein Traum, den man nicht zu träumen aufhören kann.“ Luise Stabel aus Göllheim hat hingegen weniger Nehemias Geschichte als vielmehr deren musikalische Umsetzung begeistert. Sie schwärmt von der Probenwoche und dem dort erlebten Gemeinschaftssinn. Die 13-Jährige war zum ersten Mal bei "Music@LU" dabei und ist im Nachhinein sehr froh darüber, dass ihre Tante ihr den Flyer zum Projekt weitergereicht hat. 

Josefine Bordasch (17) aus Karlsberg bei Hettenleidelheim war gleich mehrfach aktiv: Sie sang, tanzte und spielte Saxophon. Letzteres hatte sie zunächst gar nicht geplant, erzählte aber lachend:" Das Instrument spiele ich erst seit knapp drei Jahren. Ich wurde aber von meiner Schwerster und Sebastian, dem Bandleader überredet, mich für die Band casten zu lassen. Das machte total Spaß, weil die Band so cool war!"

Benedikt Allgeier war einer der jüngsten Teilnehmer. Der 12-Jährige begeisterte sich besonders für das Einsingen und setzt mit einem Schulterzucken nach: "Warum auch immer." Er erwartete sowohl bei Proben als auch bei den Aufführungen immer eine Schlüsselszene. Ihm hat besonders gut gefallen "wie der Postbote zu Nehemia und Esra fährt und den letzten fehlenden Mauerstein bringt." Die Mauer als Schutzwall zu errichten ist nämlich Nehemias großes Ziel.

Für ein großes Ziel brauchten insbesondere die jüngeren Teilnehmer erfahrene, erwachsene Unterstützer. Zu ihnen zählten neben den Projektleitern Georg Schmitt (LUMEN), Johannes Sinn (evangelische Jugendkirche Ludwigshafen) und einem großen Team von Ehrenamtlichen auch Nicole Schmitt aus Kirchheim an der Weinstraße. Sie leitete in diesem Jahr den Bereich Theater. Bereits im vergangenen Jahr hatte Schmitt hinter den Kulissen von "Music@LU" mitgeholfen: „Mich hat schon im vergangenen Jahr begeistert, wie schnell die Jugendlichen hier ihre Texte vortragen konnten. Das hat mich motiviert, diese Jahr auch mehr Verantwortung zu übernehmen.“ Schmitt freute sich an der Dynamik, die das Projekt frei setzte: „Die Energie die die Jugendlichen versprühen, die Kraft, die da rauskommt- das ist beeindruckend!“

Kraft brauchte auch Niklas Malcher, allerdings im wortwörtlichen Sinn. Der Student ist in der evangelischen Jugendarbeit in Ludwigshafen aktiv und war Theaterhelfer. Er baute Requisiten auf und ab und kümmerte sich im Hintergrund um den reibungslosen Ablauf. Sein Job war dabei nicht weniger wichtig als der der Sänger und Schauspieler auf der Bühne. Mit "Music@LU" zeigten evangelische und katholische Jugend, was gemeinsam mit Einsatz vieler Talente und Fähigkeiten möglich ist. So war denn auch der Applaus in Homburg und Ludwigshafen nicht nur Lohn für zwei Musicalaufführungen, sondern auch für eine in der Probenwoche fest zusammengewachsenen ökumenischen Theatergemeinschaft.

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