Gott suchen

19.03.16

Gott suchen

Es war einmal ein kleiner Junge, der unbedingt Gott treffen wollte. Er

war sich darüber bewusst, dass der Weg zu dem Ort, an dem Gott lebte,
ein sehr langer war. Also packte er sich einen Rucksack voll mit einigen
Getränkedosen und mehreren Schokoladenriegeln und machte sich auf
die Reise.
Er lief eine ganze Weile und kam in einen kleinen Park. Dort sah er eine
alte Frau, die auf einer Bank saß und den Tauben zuschaute, die vor ihr
nach Futter auf dem Boden suchten.
Der kleine Junge setzte sich zu der Frau auf die Bank und öffnete seinen
Rucksack. Er wollte sich gerade eine Dose herausholen, als er den hungrigen
Blick der alten Frau sah. Also griff er zu einem Schokoriegel und
reichte ihn der Frau.
Dankbar nahm sie die Süßigkeit und lächelte ihn an. Und es war ein wundervolles
Lächeln! Der kleine Junge wollte dieses Lächeln noch einmal
sehen und bot ihr auch eine Getränkedose an.
Und sie nahm die Dose und lächelte wieder – noch strahlender als zuvor.
Der kleine Junge war selig. Die Beiden saßen den ganzen Nachmittag lang
auf der Bank im Park, aßen und tranken – aber sprachen kein Wort.
Als es dunkel wurde, spürte der Junge, wie müde er war und er
beschloss, zurück nach Hause zu gehen. Nach einigen Schritte hielt er
inne und drehte sich um. Er ging zurück zu der Frau und umarmte sie. Die
alte Frau schenkte ihm dafür ihr allerschönstes Lächeln.
Zu Hause sah seine Mutter die Freude auf seinem Gesicht und fragte:
"Was hast du denn heute Schönes gemacht, dass du so fröhlich aussiehst?"
Und der kleine Junge antwortete: "Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen
– und sie hat ein wundervolles Lächeln!"
Auch die alte Frau war nach Hause gegangen, wo ihr Sohn schon auf sie
wartete. Auch er fragte sie, warum sie so fröhlich aussah. Und sie antwortete:
"Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen – und er ist viel jünger,
als ich gedacht habe."

Immer wieder neu will ich mich auf den Weg machen,

um dich zu entdecken.

Ich will aufbrechen,

um dich in deiner Vielfalt zu erfahren und zu begreifen.

Du gibst uns Kraft,

damit wir unser einfältiges Denken überwinden.

Durch deine Liebe

schenkst du uns neues Leben.

Leben in Vielfalt.


Guter Gott,
richte mich auf und schütze mich,
sei mir Halt und führe mich zur Freiheit,
Öffne meine Sinne für die Vielfalt unserer Erde
und sende mich, damit ich deine Botschaft in die Welt trage.
Lass mich in der Unterschiedlichkeit von uns Menschen
die Reichhaltigkeit deiner Liebe erahnen.
Weite mein Denken und mein Handeln,
damit alle Menschen in Frieden und Gerechtigkeit leben können.
Amen.

Geschichte: Julie A. Manhan
Texte: BDKJ Speyer / CKN
Bild: BDKJ Speyer / CKN

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