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Auf(er)stehen zu neuem Leben

Aufstehen aus den Trümmern eines Streites. Den Staub abklopfen von den Kleidern. Den Schutthaufen betrachten.

24. April 2011

Aufstehen aus den Trümmern eines Streites.
Den Staub abklopfen von den Kleidern.
Den Schutthaufen betrachten.
Sich niederknien und nachsehen, was vom Schutt noch verwendbar ist.
Zusammenflicken, was möglich ist.
Den Rest liegen lassen.
Aufstehen und sich aufrichten.
Der Wind verweht leise die Reste der Trümmer.
Am nächsten Tag zurückkehren und einen leeren Platz vorfinden.
Eine Woche später noch einmal den Ort aufsuchen.
Eine kleine, zarte Pflanze entdecken.
Sich bücken und das kleine Grün sachte berühren.
Auf(er)stehen zu neuem Leben.

Jesus Christus schlichtete Streit.
Mit seiner Art, die Menschen zu lieben, provozierte Er.
Die Menschen prüften Ihn deswegen und suchten Fehler bei Ihm.
Sie glaubten nicht daran, dass ein Mensch so gut sein kann.
Als Er ihnen sagte, wer Er wirklich war, verurteilten sie Ihn.
Er wurde zum Opfer des Streites um die Wahrheit:
Die Menschen achteten Gottes Gesetze, aber Er zeigte ihnen einen Gott,
der die Menschen mehr achtet als die Gesetze.
Seine Barmherzigkeit wurde ihnen zu übermächtig.
Sie kreuzigten Ihn.
Aber eines hatten sie nicht bedacht:
Dass aus dem Tod Leben entspringen,
dass aus etwas, das zerbricht, Neues erwachsen kann.
Jesus Christus ist auferstanden.
In seinem irdischen Leben heilte Er die Trümmer menschlicher
Verfehlungen und ließ Menschen aufstehen, die am Boden waren.
Am Ende siegte er über Seinen eigenen Tod und lebt in Ewigkeit.

Barmherzigkeit überlebt jeden Streit und auch den Tod.
Für uns Menschen bedeutet dies, dass wir die Suche
nach dem Leben nicht aufgeben sollen:
Immer wieder aufstehen, neues Leben erwachsen lassen,
sich versöhnen. Die kleinen Tode innerhalb des Lebens
als Chance erkennen lernen, sie annehmen und in eine Quelle
lebendigen Wassers verwandeln, das Kraft schenkt.
Auf(er)stehen zu neuem Leben.


Bild und Text: Oliva Neeff