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Beten

Mein Beten beginnt mit Stille. Ich steige aus, lege den Alltag ...

26. September 2011

Beten

Mein Beten beginnt mit Stille.
Ich steige aus, lege den Alltag ein paar Atemzüge beiseite.
Dazu braucht es keinen besonderen Ort.
Aber der macht es leichter, in mich hinein zu hören.
Ich sammle, was mich bewegt.
Den Ärger, die Verletzung, meine Unsicherheit, mein Zagen.
Die Hoffnung, den Stolz, meine Sehnsucht, meine Begeisterung.
Nichts ist zu groß, zu unverschämt, zu alltäglich, zu einfältig.
Ich buchstabiere mein Leben.
Meine Worte sind nicht gefeilt, ich will mich nicht erklären,
nicht rechtfertigen, will nichts schönfärben und nichts glätten.
Ich halte all dies vor Gott, vertraue darauf, dass er versteht.
Ich warte auf ihn, Gott wartet auf mich.
Manchmal treffen wir einander.


Text: Quelle unbekannt

Foto: Christian Knoll