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Muttertag

Heute ist Muttertag – oft kritisiert und doch kaum zu übergehen. Nicht nur die Geschäfte – allen voran die Blumenläden – lassen uns kaum daran vorbei kommen. Auch in Kindergärten, Grundschulen und Gruppenstunden wird viel gebastelt und gemalt.

08. Mai 2011

Pubertät ist, wenn die Eltern komisch werden …

Heute ist Muttertag – oft kritisiert und doch kaum zu übergehen. Nicht nur die Geschäfte – allen voran die Blumenläden – lassen uns kaum daran vorbei kommen. Auch in Kindergärten, Grundschulen und Gruppenstunden wird viel gebastelt und gemalt.

Es ist ja auch schön, wenn die Arbeit und Mühe der Mütter Beachtung findet. Wenn ich mich mal dafür bedanke, was meine Mutter alles für mich (ge)macht (hat). Und an die Väter kann man ja auch mal denken und danken, auch wenn heute nicht Vatertag ist – aber der wird  ja sowieso dann anders gefeiert…

Das Verhältnis zwischen Kindern und Eltern ist nur selten konfliktfrei. Der Aussage „Pubertät ist, wenn die Eltern komisch werden“ können sowohl Jugendliche als auch ihre Eltern zustimmen. Wer meint, mit einem gedeckten Frühstückstisch oder ein paar Blumen wäre die Sache für dieses Jahr dann mal wieder erledigt, macht es sich etwas einfach – sowohl als Jugendlicher als auch als Erwachsener.

Eins der 10 Gebote lautet:
Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.
Ex 20,12

Es geht dabei nicht um blinden Gehorsam den Eltern gegenüber, sondern um das Verhältnis der Generationen untereinander. 
Wenn Kinder und Jugendliche sich mit diesem Gebot auseinander setzen, geht es in diesem Alter heutzutage vielleicht erst einmal darum, die Beziehungen der Generationen in einem weiteren Zusammenhang zu sehen und auch die Großeltern wahrzunehmen, nach den Vorfahren zu fragen. Früher war das einfacher zu erkennen, als in unserer Zeit, in der der Familienzusammenhalt vielen Risiken und Gefährdungen ausgesetzt ist. Es ist wichtig, zu wissen woher man kommt, auf wen man sich verlassen kann und was als Familie verbindet.

Eigentlich ist der Muttertag ein Tag für die ganze Familie, sozusagen einWir-feiern-die- Familie-Tag. Schön, liebe Eltern, dass ihr für uns Kinder da seid – und: Schön liebe Kinder, dass wir euch haben. Schön, liebe Großeltern, dass es euch (noch) gibt.

Vielleicht helfen diese Gedanken, vom bloßen Kommerz zum Muttertag wegzukommen.

Bild und Text: Jutta Baltes