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Wird Weihnachten unterm Baum entschieden?

„Weihnachten wird unterm Baum entschieden“ – so will uns in diesen Tagen und Wochen eine große Medienkette

07. Dezember 2011

„Weihnachten wird unterm Baum entschieden“ – so will uns in diesen Tagen und Wochen eine große Medienkette glauben machen und dazu sehen wir Menschen die unterm Tannenbaum Geschenkverpackungen aufreißen: eine neue Playstation, ein Smartphone und natürlich der schon fast obligatorische Flatscreen.

Natürlich gehören für uns Geschenke zu Weihnachten dazu, aber dass Geschenke über ein gelungenes oder misslungenes Weihnachten entscheiden, …

Weihnachten hat sich schon längst entschieden.

Weihnachten hat sich vor gut 2.000 Jahren im Stall von Bethlehem mit der Geburt Jesu entschieden. Weihnachten ist deswegen für uns wichtig, weil uns dieses Fest sagt, dass wir Gott nicht egal sind. In seinem Kommen in die Welt hat sich Gott nicht auf die Seite der Starken und Reichen gestellt, sondern auf die Seite der Mittellosen und Obdachlosen. Gott hat sich auf die Seite derer gestellt, für die sich Weihnachten nie unter einem Baum mit einem Flatscreen und einer Playstation entscheiden könnte.

Dieses großartige Geschenk Gottes – sein Sohn als Mensch bei uns – hat Menschen zu allen Zeiten animiert sich auch etwas zu schenken. Das ist ein schöner Brauch und ein schönes Zeichen. Aber noch wichtiger als materielle Geschenke, ist das Füreinander-Dasein. Weihnachten ereignet sich immer dann, wenn Menschen sich für andere engagieren: in den TAFELN und Obdachloseneirichtungen, bei der BDKJ 72 Stunden Aktion, bei integrativen Freizeiten unserer Jugendverbände, bei der jährlichen Sternsingeraktion und und und. Hier gäbe es sicher noch viel zu nennen. Immer wenn das passiert ist so etwas wie ein kleines Weihnachtsfest – ganz egal ob im Hochsommer, oder am 25. Dezember.

So wird Weihnachten zu einem echten Fest – ein Fest der Liebe und des Friedens, bei dem es auch Geschenke geben darf. Aber nicht die Geschenke machen Weihnachten zu Weihnachten: Weihnachten wurde in der Krippe entschieden, vor 2.000 Jahren und das ist der größte Grund sich auch 2011 so richtig zu freuen.

 

Text: Andreas Sturm

Bild: © Gerd Altmann / pixelio.de