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Messdiener*in sein in Zeiten von Corona ist keine leichte Aufgabe!

Deshalb erfährst Du hier alles rund um die Frage: Wie geht überhaupt Messdiener*in sein in dieser besonderen Zeit.

Du erfährst, was gerade im Gottesdienst erlaubt ist und auch, was Du und deine Mini-Gruppe in der Pfarrei machen könnt.

Bei Fragen meldet euch jederzeit an das Minireferat!

Die vorliegende Handreichung wurde an den aktuellen Stand der Dienstanweisungen für die rheinland-pfälzischen und saarländischen Pfarreien im Bistum Speyer angepasst und um Hinweise aus der Praxis ergänzt. Sie soll eine Hilfestellung sein, um den möglichen Einsatz von Messdiener*innen zu planen.

Für die Gruppe der Messdiener*innen ist der liturgische Dienst der identitätsstiftende Kern ihres Engagements. Daher sollte dieser Dienst in den gegebenen Rahmenbedingungen ermöglicht werden. Es scheint sinnvoll, in dieser Ausnahmesituation den Messdiener*innendienst im Gottesdienst und die je zugeteilten Aufgaben zu überprüfen, neu zu ordnen und zusammenzufassen. Höchste Priorität hat aber die Gesundheit aller am Gottesdienst Beteiligten. Alle Maßnahmen sind auf diesen Gesichtspunkt hin zu prüfen. Dabei ist die Situation von Kirche zu Kirche unterschiedlich.

Die Handreichung wurde vom Referat für Ministrantenpastoral erstellt und orientiert sich an der Dienstanweisung Nr. 17 für die rheinland-pfälzischen Pfarreien im Bistum Speyer vom 03.05.2021 und an der Dienstanweisung Nr. 17 für die saarländischen Pfarreien im Bistum Speyer vom 03.05.2021.

Die offiziellen Dienstanweisungen findest Du hier: Bistum Speyer

ÄNDERUNGEN ZUR LETZTEN HANDREICHUNG WERDEN IN BLAU DARGESTELLT

Allgemeine Regelungen

  • Messdiener*innen, die Symptome einer Atemwegserkrankung oder Fieber aufweisen, müssen auf den Gottesdienst vor Ort verzichten.
  • Auch im Dienst ist auf Hust- und Niesetikette zu achten.
  •  Es ist zu gewährleisten, dass durchgängig der Abstand zwischen allen am Gottesdienst Teilnehmenden in alle Richtungen mindestens zwei Metern beträgt. Dies gilt auch für die Vorbereitung in der Sakristei. Die Messdiener*innen tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung
  • Die Bestuhlung muss auch für die Messdiener*innen so gestaltet sein, dass der vorgeschriebene Abstand von 2 m gewahrt wird.
  • Die Messdiener*innen sollten möglichst ihr eigenes Gotteslob mitbringen.

Wer darf dienen?

  • Pro Gottesdienst sind sechs Messdiener*innen erlaubt. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass die Hygiene- und Schutzmaßnahmen problemlos eingehalten werden können.
  • Ein Mindestalter ist für die Messdienenden nicht festgelegt.
  • Bei der Einteilung der Messdiener*innen ist im besonderen Maße auf die Freiwilligkeit zu achten. Eine Abfrage an die Jugendlichen, wer in dieser besonderen Situation bereit ist zu ministrieren, ist angemessen. Dabei ist eine Rücksprache mit den Eltern empfehlenswert.   

Hygienestandards

  • Die Messdiener*innen müssen während des Gottesdienstes eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die Mund-Nasen-Bedeckung darf auch am Platz nicht abgenommen werden.
  • Die Messdiener*innen und alle an dem Gottesdienst beteiligten Personen halten einen Mindestabstand von 2 m.
  •  Auf die empfohlene Handhygiene ist besonders zu achten. Auch für die Messdiener*innen muss die Gelegenheit zur Handwäsche vor und nach dem Gottesdienst (Flüssigseife und Einmalhandtücher) gegeben sein. Auf Händeschütteln ist komplett (auch beim Friedensgruß) zu verzichten.
  • Von den Messdiener*innen genutzte liturgische Geräte (Schellen, Weihrauchfass etc.) sind nach dem Gottesdienst besonders sorgfältig zu reinigen.
  •  Im Gottesdienst wird jeder Gegenstand von nur je einer Person berührt und nicht gewechselt (Leuchter, Rauchfass und Schiffchen).
  • Vor dem je ersten Dienst in der Corona-Situation sind die Messdiener*innen ausführlich auf die geltenden Regeln hinzuweisen (Briefing).

Ausgestaltung des Dienstes

  • Die gewohnte Ausgestaltung des Messdiener*innendienstes ist der Situation anzupassen. Es dürfen mehrere Messdiener*innen an der liturgischen Gestaltung beteiligt werden.
  • Die Laufwege sollen möglichst kurz und so gelegt sein, dass ein Zusammentreffen verhindert wird. (Bsp. Evangelienprozession).

Einzug/Auszug:

  •  Der Vorsteher und die liturgischen Dienste ziehen mit mindestens 2 m Abstand ein.
  • Ein Einzug in 1er-Reihe (Gänsemarsch) mit entsprechendem Abstand von 2 m ist jedenfalls der 2er-Reihe zu bevorzugen.

Dienst des Buchträgers (Librifer)

  • Dieser Dienst ermöglicht dem Vorsteher die Offizialgebete in der Orantenhaltung (mit ausgebreiteten Händen) zu sprechen. Da hier aber, vor allem von jüngeren Messdiener*innen, kein sinnvoller Abstand gehalten werden kann, empfehlen wir auf diesen Dienst weiterhin zu verzichten.

Evangeliumsprozession / Dienst des Leuchterträgers (Zeroferar)

  • Das Tragen von Leuchtern zum Einzug ist gut möglich. Ggf. können die Leuchter auch die Evangelienprozession begleiten. Dabei ist auf den Mindestabstand von 2 m und ein Stehen außerhalb der Sprechrichtung des Priesters/ des Diakons zu achten.

Gabenbereitung

  •  Die Gaben und Gefäße befinden sich entweder bereits zu Beginn des Gottesdienstes auf dem Altar oder werden von Messdiener*innen mit Handschuhen und Mund-Nasen-Bedeckung zur Gabenbereitung zum Altar gebracht. Der Priester oder der Diakon trägt dabei auch eine Mund-Nasen-Bedeckung Anstatt dem Tragen von Handschuhen können die Hände alternativ auch desinfiziert werden.
  • Erst wenn die Messdiener*innen alle Gefäße und Gaben zum Altar gebracht haben, begibt sich der Zelebrant zum Altar.
  • Die Händewaschung (Lavabo) des Priesters erfolgt ohne Messdiener*innen an der Kredenz.
  • Die Kollekte wird nicht während des Gottesdienstes eingesammelt. Stattdessen werden Körbchen an den Ausgängen bereitgestellt. Statt der üblichen Kollektensammlung können zu diesem Zeitpunkt die Körbe an die Ausgänge gebracht werden.

Eucharistisches Hochgebet

  • Beim Hinzutreten zum Altar zu Beginn des eucharistischen Hochgebetes ist auf den Mindestabstand zu achten.
  • Das Läuten bei der Wandlung muss in ausreichendem Abstand zum Altar und Priester erfolgen.

Kommunion

  • Zur Kommunion tragen die Messdiener*innen eine Mund-Nasen-Bedeckung.

Weitere Messdiener*innendienste: Kreuzträger und Weihrauch & Schiffchenträger (Crucifer, Thurifer & Navicular)

  • Der Weihrauchdienst ist nur eingeschränkt möglich und sollte nur gut überlegt vollzogen werden. Hierbei ist besonders auf den Mindestabstand und kurze Wege zu achten. Schwierig ist hier, dass nicht zwei Personen das Rauchfass berühren.
  • Eine alternative Form des Weihrauchdienstes ist das Auflegen von Weihrauch in eine Schale, die an einem passenden Ort im Altarraum platziert wird (z. B. zum Einzug, vor Beginn der Evangelienprozession, zur Gabenbereitung).
  •  Kreuz- und Leuchterträger*innen können meist im 2-Meter-Mindestabstand zueinander nicht in der üblichen Form nebeneinander einziehen. Ein Einzug in Gänsemarschform ist zu bevorzugen.

Du kannst Dich vor Ort nicht treffen und Du möchtest aber unbedingt mit den Messdiener*innen Deiner Pfarrei in Kontakt bleiben. Dann schau' Dir mal unsere Online-Ideensammlung an:

Online-Ideensammlung als PDF von der KJZ Vorderpfalz

Online-Warmups: https://www.workshop-spiele.de/category/online-warm-ups/

Bestimme wer als Nächster ist: https://tools-unite.com/tools/random-picker-wheel

Montagsmaler

Online Bingo

Stadt Land Fluss

Drehscheibe

Puzzle

Online Würfel

Jeopardy Online

Plattform für Ratespiele

MyQuiz

Doozy

Kahoot (eigenes Quiz erstellen)

Brettspiele online:

Spiele des Jahres

Boardgame Arena

Werwolf online

Zug um Zug online

Siedler von Catan online

Zauberwürfel online

Digitale Schnitzeljagd mit der Actionbound App (für private Zwecke kostenlos, ansonsten ist eine Lizenz notwendig)

Stille Post

Schach

Codenames

Escaperooms

Schiffe versenken

Uno

Bingo 2

Jump 'n' Run

 

Quelle: https://butterflying-akademie.de/online-ice-breaker-energizer-zum-ausprobieren/

 

 

 

Durchführung von Gruppenstunden, Veranstaltungen und Freizeiten

  • Für Rheinland-Pfalz: Treffen von Kindern und Jugendlichen können in festen Gruppen mit maximal 12 Personen als Präsenzveranstaltung stattfinden. Es gilt die Maskenpflicht sowie alle Regelungen des Hygienekonzeptes für Einrichtungen und Angebote der Kinder-und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit in Rheinland-Pfalz. In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen den Schwellwert von 165 übersteigt, sind Treffen in Gruppen nicht mehr zulässig.
  • Für Saarland: Treffen von Kinder-und Jugendgruppensind als Präsenzveranstaltung mit maximal 10 Personen möglich. Sie sind jedoch vorher der Ortspolizeibehörde zu melden. Es sind alle geltenden Hygiene-und Abstandsregeln einzuhalten.
  • Eigene Gottesdienste sind unter den vorgeschriebenen Hygiene- und Schutzmaßnahmen möglich nach Ortsverhältnissen mit mehr Personen.
  • Freizeitmaßnahmen(Jugendfreizeiten mit Übernachtung) sind nicht möglich. Ob in den Sommerferien Freizeitmaßnahmen mit Übernachtung möglich sein werden, ist derzeit noch offen. Hierzu müssen Vorgaben der staatlichen Stellen abgewartet werden.

Für in der Jugendarbeit regelmäßig ehrenamtlich tätige, ist es nun möglich eine Impfberechtigung zu bekommen. Dazu zählen auch auch Ministrant*innenleitungen.

Weitere Informationen und Formulare gibt es hier:

Impfberechtigung für in der Kinder- und Jugendarbeit Tätige

Für die Gruppe der Ministrant*innen ist der liturgische Dienst der identitätsstiftende Kern ihres Engagements. Trotz der Pandemie und der Corona-Vorschriften möchten wir unsere Ministrant*innen zum Dienen ermutigen und damit auch ein stückweit „Normalität“ vermitteln. Das gilt für die Kinder, die schon Ministrant*innen sind und auch für die, die sich überlegen, Ministrant*in zu werden. Hierzu wurde die Aktion #minigeradejetzt in den südwestdeutschen Diözesen entwickelt. Mit Vorlagen für Elternbriefe, eine Social-Media-Kampagne und einen Corona konformen Einführungsgottesdienst soll die Aufmerksamkeit auf diese wichtige Aufgabe gelenkt werden und für den Ministrant*innendienst geworben werden.

1. Elternbrief

Für die Gruppe der Messdiener*innen ist der liturgische Dienst der identitätsstiftende Kern ihres Engagements. Daher sollte dieser Dienst in den gegebenen Rahmenbedingungen ermöglicht werden. Höchste Priorität hat aber die Gesundheit aller am Gottesdienst Beteiligten. Dies sollen auch die Eltern der Ministrant*innen wissen und mittragen. Dazu dient dieser Entwurf eines Elternbriefes. Dieser kann gerne nach Bedarf angepasst, um eure Kontaktdaten/Ansprechpartner*innen ergänzen und auf euer Briefpapier gesetzt werden.

2. Einführungsgottesdienst für neue Minis - Praktische Ideen

Auch in der „derzeitigen Situation“ möchten wir euch vor Ort dazu ermutigen, neue Minis aufzunehmen. Es ist nicht einfach, aber trotzdem möglich!

Es müssen allerdings bei Einführungsgottesdiensten die aktuellen Vorgaben hinsichtlich der Feier von Gottesdiensten beachtet werden. Dies gilt auch für eine erforderliche Probe vor dem Einführungsgottesdienst.

Schön ist es, wenn sowohl „alte“ als auch „neue“ Minis beim Einführungsgottesdienst dabei sind. Da der Altarraum aber nur für eine gewisse Anzahl von Minis genutzt werden kann, können sich weitere Minis in die Kirchenbänke setzen.   

Falls es vor Ort eigene „Rituale“ hinsichtlich der Aufnahme von neuen Minis gibt, diese bitte prüfen, ob sie derzeit im Gottesdienst möglich sind.

Hier haben wir eine Corona konforme Variante für die Einführung neuer Minis!

3. Socia-Media Kampagne #minigeradejetzt

Neben dem Entwurf für einen Elternbrief und den Bausteinen für einen Einführungsgottesdienst möchten wir euch noch eine weitere Möglichkeit zur Bewerbung des Ministrantendienstes anbieten: Die Social-Media-Kampagne #minigeradejetzt.

Im Begleitschreiben ist die Nutzung der Bildmotive erläutert. 

Ihr könnt alle Bildmotive der Kampagne herunterladen oder die einzelnen Ordner für den Feed und die Stories ohneeuchihrseidsicher und DANKE.