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Sternsingeraktion 2021

"Segen bringen, Segen sein Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit"

Unter dem Leitwort: "Segen bringen, Segen sein Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit" soll rund um den Jahreswechsel 2020/2021 die nächste Sternsingeraktion stattfinden.

Jedes Jahr stehen ein Thema und ein Land exemplarisch im Mittelpunkt der pädagogischen Materialien zur Vorbereitung auf die Aktion Dreikönigssingen. Die Spenden, die die Sternsinger sammeln, fließen jedoch unabhängig davon in Hilfsprojekte für Kinder in rund 100 Ländern weltweit.

Das Beispielland der kommenden Aktion Dreikönigssingen 2021 ist die Ukraine. Dort sind viele Kinder lange von ihrem Vater, ihrer Mutter oder beiden Eltern getrennt, weil diese im Ausland arbeiten. Die Sternsingeraktion nimmt diese Kinder in den Blick: Sie zeigt auf, warum Eltern zum Arbeiten ihre Heimat verlassen, und was das für die Kinder bedeutet. Unter dem Motto „Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“ veranschaulicht die Aktion Dreikönigssingen, wie Projektpartner der Sternsinger Kinder ohne oder mit eingeschränkter elterlicher Fürsorge schützen und stärken.

Beispiel Ukraine

Die Internationale Arbeitsorganisation ILO schätzt, dass mehr als 1,5 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer im Ausland arbeiten – die meisten in Europa. Zu den Gründen zählen Armut, mangelnde Verdienstmöglichkeiten und niedrige Löhne.
Die Migranten füllen Lücken auf den Arbeitsmärkten im Ausland, etwa in der Pflege, in der Landwirtschaft oder in der Fleischindustrie. Manche erhalten keinen regulären Arbeitsvertrag und werden ausgebeutet. Die Unterbringung in notdürftigen Unterkünften gefährdet ihre Gesundheit zusätzlich. Das wurde während der Corona-Pandemie gerade auch in Deutschland deutlich. Zudem verdienen Migranten meist weniger als einheimische Arbeitnehmer. Dennoch bleibt ihnen mehr, als sie in ihrer Heimat verdienen würden.

Das Leid der Kinder

Rund zwei Millionen Kinder, schätzt die Caritas Ukraine, wachsen wegen der Arbeitsmigration in dem osteuropäischen Land mit nur einem Elternteil, bei Großeltern, anderen Verwandten oder in Pflegefamilien auf. Die meisten Eltern lassen ihre Kinder schweren Herzens in der Heimat zurück und hoffen, nach einiger Zeit mit genügend Ersparnissen wieder nach Hause zurückkehren zu können.

Studien zeigen indes, dass die längere Abwesenheit der Eltern den Kindern emotional und sozial schadet. Sie fühlen sich verlassen und vernachlässigt. In der Schule halten sie schlechter mit als Kinder aus intakten Familien. Sie greifen in der Pubertät eher zu Alkohol und Drogen und entwickeln häufiger psychische Probleme. Die Arbeitsmigration belastet auch die Eltern stark. Lange Abwesenheiten führen zu Entfremdung, die oft in eine dauerhafte Trennung münden. Darunter leidet die ganze Familie. Nicht zuletzt tragen Großeltern und Verwandte, die sich um die Kinder kümmern, eine große und oft kaum zu bewältigende Last.

Einsatz der Projektpartner

Von Arbeitsmigration betroffenen Kindern zur Seite zu stehen, sie zu stärken und zu schützen, ist ein Arbeitsschwerpunkt der Caritas Ukraine, Projektpartner des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘. In elf Caritas-Tageszentren im ganzen Land bietet die Caritas den Kindern Gemeinschaft, psychologische Betreuung und Seelsorge, Hausaufgabenhilfe, Kunst- und Handwerkskurse, Ausflüge, Sommercamps, Sport, Spiel und Spaß. In Veranstaltungen zu den Kinderrechten lernen die Mädchen und Jungen zudem, ihre Rechte zu artikulieren und einzufordern. Wichtig ist den Projektpartnern auch, den Kontakt zu den Erziehungsbeauftragten und Vormündern vor Ort – meist sind es die Großeltern – sowie zwischen Eltern und Kindern zu pflegen.

Engagement der Projektpartner

Die Aktion Dreikönigssingen bringt den Sternsingern in Deutschland behutsam näher, was es für Kinder von Arbeitsmigranten bedeutet, ohne Vater, Mutter oder beide Elternteile aufzuwachsen. Der Film und die Materialien zur Aktion veranschaulichen die oft schwierige Situation der Jungen und Mädchen und zeigen auf, wie diese in SternsingerProjekten Unterstützung erfahren. Die Aktion vermittelt den Sternsingern, wie sie mit ihrem Engagement dazu beitragen, betroffene Kinder zu stützen und zu stärken. Darüber hinaus lädt sie ein, Sternsinger auch für die Situation von Kindern in ihrem Umkreis zu sensibilisieren, die ohne oder mit eingeschränkter elterlicher Fürsorge aufwachsen müssen.

Sternsingen und Corona

Viele fragen sich sicherlich, wie sich die aktuelle Situation auf die Aktion Dreikönigssingen auswirken wird. Vermutlich wird uns die Corona-Krise auch rund um den Jahreswechsel beschäftigen. Als Träger der Aktion Dreikönigssingen werden wir die weitere Entwicklung genau beobachten und sind zuversichtlich, dass wir auf alle Herausforderungen gute Antworten finden werden. Gern halten wir Sie in den nächsten Wochen und Monaten auf unserer Website und in unserem Newsletter „Sternsingen“ auf dem Laufenden.

Gerade in dieser Zeit wird der Segen der Sternsinger für die Menschen hier bei uns ein wichtiges Zeichen sein. Und auch unsere Sternsinger-Projektpartner und mit ihnen die Kinder und Jugendlichen brauchen gerade jetzt unsere Unterstützung und Solidarität.

Unterwegs in der Ukraine: Willi in der Ukraine

Reporter Willi Weitzel reist für euch Sternsinger in die Ukraine. Dort trifft er die Geschwister Nastia und Kola, Maxim und viele weitere Kinder. Sie alle müssen ohne Mutter, Vater oder beide Elternteile aufwachsen: Um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen, arbeiten ihre Eltern im Ausland, und die Familien sind oft für lange Zeit getrennt. Die Situation ist für niemanden einfach. Obwohl die Kinder verstehen, warum die Eltern im Ausland sind, vermissen sie sie sehr. Hilfe bekommen sie in den Kinderzentren der Caritas. Hier können Nastia, Kola, Maxim und die anderen Kinder Hausaufgaben machen und ihre Freizeit verbringen. Den Familien bietet die Caritas psychologische und praktische Hilfe im Alltag.

Hier geht es zur Version mit einer Gebärden-Dolmetscherin!