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Photo by Mika Baumeister on Unsplash

Katholische Jugend befürwortet „Fridays for future”

13. März 2019

Der Diözesanvorstand des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) Speyer unterstützt die Forderungen von Schülern, die sich für einen besseren Schutz des Klimas stark machen. Auch kommenden Freitag wollen Jugendliche wieder einen Schultag streiken, um auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen und den Druck auf Politik und Gesellschaft zu erhöhen, sich deutlich stärker als bisher für den Klimaschutz einzusetzen. Die katholische Jugend teilt die Ziele der Initiatoren von „Fridays for future“: Die Verbände unter dem Dach des BDKJ sprechen sich seit Jahren für einen verstärkten Umwelt- und Klimaschutz aus und benennen das Thema als eines der Zukunftsthemen junger Menschen. Der Glaube, dass die Welt Gottes Geschenk ist, bestärkt die Kinder und Jugendlichen in ihrem Tun. Lena Schmidt, BDKJ-Diözesanvorsitzende, findet es richtig, dass Schüler für ihre Forderungen jetzt auch auf die Straße gehen. Sie erklärt: „Es ist nicht richtig, die Schülerinnen und Schüler darauf zu reduzieren, dass sie sich einen freien Freitag gönnen. Ihr Einsatz für den Klimaschutz und die bewusste Auseinandersetzung mit ihren Forderungen ist auch Bildung. Politische Bildung ist ein wichtiger Bestandteil neben der formalen Bildung, die Schülerinnen und Schüler beispielsweise während des Unterrichts in der Schule erhalten. Die Schülerinnen und Schüler wählten aus eigenem Antrieb das Thema für sich und setzen sich in der Öffentlichkeit dafür ein. Es sollte mehr Räume geben, die dies für Kinder und Jugendliche ermöglichen.“ Thomas Heitz, BDKJ-Diözesanvorsitzender lobt das politische Engagement. Häufig werde kritisiert, Menschen seien „politikverdrossen“ und würden nicht mehr für ihre Themen einstehen. In den Schülerstreiks sieht Heitz ein gutes Beispiel dafür, dass das nicht der Fall sei: „Auf den Freitagsdemonstrationen passiert, was wir in unseren Jugendverbänden täglich erleben: Jungen Menschen ist es nicht egal was in Politik und Gesellschaft passiert und entschieden wird und sie sind bereit sich dafür zu engagieren. Der Klimaschutz ist ein solches Thema. Die Botschaft ist klar: „So geht es nicht weiter! Wir müssen etwas ändern“.“ Heitz ist sicher:  Die Deutlichkeit, mit der das Thema in Form des Schülerstreiks vorgebracht wird, werde dazu führen, dass Klimaschutz nicht mehr ignoriert werden könne. Dem schließt sich BDKJ-Diözesanpräses Carsten Leinhäuser an. Er zeigt sich beeindruckt von den Kindern und Jugendlichen, die sich bei "Fridays for future" zusammentun und für die Zukunft ihres Planeten eintreten. Er ergänzt: „Als Erwachsener macht es mich stolz, dass die Jugendlichen sich so sehr für unsere Welt engagieren. Es beruhigt mich: Denn ich sehe hier eine Generation heranwachsen, die weiterdenkt als bis zum eigenen Gartenzaun, die globale Zusammenhänge in den Blick nimmt, die bereit ist, Verantwortung für eine Welt zu übernehmen, die wir Erwachsene aus wirtschaftlichen und politischen Interessen ausbeuten und zerstören. Es macht mich auch nachdenklich: Ich glaube, unserem Planeten und der Menschheit wird es besser gehen, wenn diese Generation das Ruder in die Hand nimmt.“

Als Vorstandsteam des Dachverbandes der katholischen Kinder- und Jugendverbände im Bistum Speyer ermutigen Schmidt, Heitz und Leinhäuser sowohl Jugendliche als auch Erwachsene, „Fridays for future“ zu unterstützen:  „Liebe Erwachsene, unterstützt die Kinder und Jugendlichen. Macht sie stark, nehmt sie ernst, beteiligt sie - und lernt von ihnen, wie es besser gehen könnte. Liebe Jugendliche, macht weiter Druck und fordert die Erwachsenen heraus. Es ist Eure Welt - gestaltet sie.“