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Politische Bildung schon früh in der Schule verankern

08. August 2018

Am 6.8.18 machte der BDKJ Tourbus Polli in Bad Dürkheim auf dem Bahnhofsvorplatz halt. Anlass war ein jugendpolitisches  Gespräch mit Johannes Steiniger, Mitglied des Bundestages (CDU). Die katholische Jugend hatte eingeladen. Das Gespräch führten Lena Schmidt, Diözesanvorsitzende des Bundes der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ Speyer) und Tobias Kraus, BDKJ-Referent für den Tourbus Polli. Gespräche des Dachverbandes der katholischen Jugendverbände mit Politikern aus der Pfalz finden regelmäßig statt. Sie stehen unter dem Motto „u28- Die Zukunft lacht“. In den Gesprächen bekommen die Politiker eine „U28-Brille“ aus orangenem Pappkarton, die sie sinnbildlich in die Lage versetzen soll, die Perspektive von Kinder und Jugendlichen in politischen Entscheidungsprozessen einzunehmen.

 

Zentrales Thema des Gesprächs mit Johannes Steiniger war das Thema Jugendbeteiligung. Der BDKJ plädiert für eine Wahlalterabsenkung auf 16 Jahre. Johannes Steiniger begrüßte grundsätzlich das politische Engagement junger Menschen, doch hält er die Absenkung des Wahlalters nicht für nötig: „Das Verhältnis von Rechten und Pflichten von jungen Menschen ist derzeit recht ausgeglichen. Mit diesem Schritt würde es sich verändern. Dann müsste man auch auf die Straffälligkeit schauen.“ Oft wird über die Reife der Jugendlichen diskutiert. Diese sieht er nicht als Hindernis. „Das sehen wir auch so. Junge Menschen können sich schon früh eine politische Meinung bilden. Wir wünschen uns deshalb mehr politische Bildung, etwa indem man Sozialkunde schon früh im Lehrplan ansetzt.“, erläutert Schmidt. Steiniger ist selbst Sozialkundelehrer und unterstützt dieses Anliegen.  Aus seiner Sicht wäre ein Fach „Politik und Wirtschaft“ bereits ab der fünften Klasse denkbar.

 

Schmidt fragte, wo Steiniger mit Blick durch die Brille der unter 28-Jährigen aktuell Handlungsbedarf sehe. „Positiv für die kommenden Generationen ist, dass wir dieses Jahr keine neuen Schulden gemacht haben. Mit dem Blick in die Zukunft müssen wir an die Themen Sozialversicherung und Rente ran“, machte Steiniger deutlich.

 

Der Tourbus ist auf Anfrage bei Jugendverbänden, Schulen und auch im öffentlichen Raum unterwegs. Kraus erläuterte, wie der BDKJ-Tourbus mit seinen Projektboxen politische Themen jugendgerecht bearbeite. „Die Projektboxen erhalten unterschiedliche Inputs und Methoden wie z.B. zum Thema Vielfalt oder Nachhaltigkeit. So können sie sich die Teilnehmer altersgerecht mit den Themen auseinander setzen.“ und Schmidt ergänzt „Aus unserer Sicht muss Politik auch aktiv auf junge Menschen zu gehen und ihre Sprache sprechen, damit sie sich angesprochen fühlen.“ 

 

Mit der Strategie "U28- Die Zukunft lacht!" möchte der BDKJ bundesweit für eine ressortübergreifende Kinder- und Jugendpolitik werben. Die Diözesanvorstände suchen daher den direkten Austausch mit Politikerinnen und Politikern auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene.