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Saarländischer Ministerpräsident empfing Sternsinger aus der Pfarrei Mandelbachtal

07. Januar 2020

Am 6.1.2020 empfing Ministerpräsident Tobias Hans Sternsinger aus den Bistümern Trier und Speyer in der Staatskanzlei in Saarbrücken. Mit dabei waren auch große und kleine Könige aus der Pfarrei Heiliger Jakobus der Ältere Mandelbachtal, die das Bistum Speyer vertraten. Sie erzählten begeistert von ihren Besuchen in den Häusern ihres Ortes in den vergangenen Tagen. Pascal (8 Jahre) aus Bebelsheim hat sich gefreut, dass die Sternsinger auf großzügige Spender trafen: „Jemand hat uns sogar einen 200 Euro Schein gegeben", erzählt er. Nicht nur die Geldspenden haben die Kinder beeindruckt. Jannis (11 Jahre) aus Erfweiler-Ehlingen erklärt: „Sternsingen ist toll, weil ich direkt etwas für andere Kinder tun kann". Julie (11 Jahre) aus Erfweiler-Ehlingen ergänzt: "Ich fand es schön zu sehen, dass sich die Leute gefreut haben als wir gekommen sind. Da hat es mir noch mehr Freude gemacht".
Der Ministerpräsident lobte das Engagement der Sternsinger und machte deutlich: „Die Aktion Dreikönigssingen ist die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Sie lebt vom Einsatz von Kindern, Jugendlichen und vielen Erwachsenen, die sich gemeinsam für Menschen in Not einsetzen. In den letzten 62 Jahren haben die Sternsinger insgesamt über eine Milliarde Euro gesammelt. Damit ziehen sie durch das ganze Saarland eine helle Spur der Freundlichkeit, des Mitgefühls und der Nächstenliebe.“
Während des Empfangs sangen die Sternsinger mit dem Ministerpräsidenten ihre Lieder. Anschließend brachten sie den Segensspruch "Christus Mansionem Benedicat" an.
Der Libanon ist das Beispielland der diesjährigen 62. Aktion Dreikönigssingen. Nach dem Bürgerkrieg von 1975 bis 1990 gelingt in dem kleinen Land im Nahen Osten ein weitgehend demokratisches und friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen und Konfessionen. Doch der gesellschaftliche Friede steht vor großen Herausforderungen, denn das Zusammenleben ist nach wie vor von Ressentiments geprägt. Zudem hat der Libanon seit dem Ausbruch des Kriegs im Nachbarland Syrien rund 1,2 Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Diese machen nun etwa ein Viertel der Gesamtbevo?lkerung aus. Die Bildungs- und Gesundheitsstrukturen des Landes reichen nicht aus, um den Bedürfnissen der geflüchteten Menschen gerecht zu werden. Die Hilfsbereitschaft der Libanesen ist teilweise in Ablehnung umgeschlagen. Auch unter Kinder und Jugendlichen kommt es zu Spannungen und Ausgrenzungen. Die anhaltende Wirtschaftskrise hat die Situation in den vergangenen Wochen noch einmal verschärft: Massenproteste, Regierungskrise und Repressalien gegen Flüchtlinge prägen die Lage im Libanon.
Gemeinsam verantworten das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) die bundesweite Aktion Dreikönigssingen.