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Speyerer Ministrantenwallfahrt 2018 zu Ende

05. August 2018

Unter dem Motto „Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Ps 34,15b) verbrachten  60.000 Jugendliche und junge Erwachsene gemeinsam eine Woche in Rom bei der XII. Internationale Ministrantenwallfahrt, in der sie über internationale Grenzen hinweg Spiritualität, Gemeinschaft, Zusammenhalt und Freude erlebten. Die Delegation aus Speyer war bereits am vergangenen Samstag angereist. Auch Bischof Wiesemann war nach Rom gekommen, um mit den 1.050 Ministrantinnen und Ministranten aus dem Bistum Speyer gemeinsam die Eröffnungsmesse in Santa Maria in Aracoeli zu feiern.

Die Romwallfahrt wird durch das Referat Ministrantenseelsorge der Diözese Speyer organisiert. Pfarrer Ralf Feix blickt auf die vergangene Woche zurück. „Mich hat sehr beeindruckt und dankbar gemacht, dass so viele junge Menschen ganz unverkrampft, frei und überzeugt ihren Glauben demonstriert haben. Dass sie sich so freundlich und froh begegnet sind und ganz selbstverständlich ihrer Glaubensfreude Ausdruck verliehen. Mir wurde wieder einmal mehr bewusst wie schön es ist, dass sich junge Menschen gerade auch für den Messdienerdienst entscheiden. Natürlich bedeutet das auch eine große Verantwortung für alle, die sie begleiten. Junge Menschen haben ein natürliches Gespür für Gerechtigkeit und Frieden - das durfte ich ebenso auf dieser Wallfahrt erfahren.“

Zum ersten Mal dabei war Marie Dahnert aus Kaiserslautern. Sie war Teil der eigens für die Romwallfahrt eingesetzte Projektband und Chor. Die 50 Musikerinnen und Musiker begleiten die zentralen  Gottesdienste der Speyerer in Rom. Marie durfte darüber hinaus im internationalen Gesamtchor mitwirken, welcher die Papstaudienz begleitete. Sie fährt mit vielen schönen Erinnerungen nach Hause. „Die Zeit in Rom war für mich eine wundervolle Zeit mit vielen neuen Begegnungen und Erfahrungen. Erlebt habe ich so einiges: Papst Franziskus live zu sehen war ein großer Traum; die harmonische und lustige Stimmung in meiner Gruppe, der Austausch mit anderen Minis aus anderen Diözesen oder Ländern und noch vieles mehr! Frieden habe ich genau dabei gefunden. Immer dann, wenn ich mich mit anderen ausgetauscht habe und wir uns einfach friedvoll verstanden. Besonders wird mir die Begegnung mit den Minis aus dem Bistum Dresden-Meißen in Erinnerung bleiben: Diese Gruppe durfte auch für den Papst singen und hat mit uns gemeinsam in der Sonne gestanden, gewartet und Wasser und Kekse geteilt. Das hat mir Mut und Motivation gebracht, weiterhin den Frieden zu suchen, ihn zu jagen und zu verbreiten.“

Für Christian Schellenberger aus Waldsee war es bereits die dritte Wallfahrt nach 2006 und 2014. Sein Highlight war der Tag der Papstaudienz. „Wir haben schon morgens mit Pfarrer Feix und Müller in einer der Kapellen unter dem Petersdom Gottesdienst gefeiert. Gemeinsam in kleiner Runde wie die ersten Christen einen Gottesdienst zu feiern war wunderschön und ein tolles Erlebnis. Wir mussten dafür schon kurz nach 5 Uhr aufstehen, um gemeinsam kurz nach 6 los zu gehen.“ Er und seine Gruppe nutzten die frühen Morgenstunden um sich im Anschluss den Petersdom und die Kuppel anzuschauen. „Die Audienz war sehr schön und bereichernd.“, erzählt er weiter. „Es freut mich zu sehen, dass sich der Papst für uns und unsere Fragen Zeit nimmt. Das einzige unschöne an dem Tag war das lange Warten in der Hitze auf den Einlass auf den Petersplatz.“ Das Besondere an der Ministrantenwallfahrt ist für ihn auch das gemeinsam unterwegs sein mit alten und neuen Bekannten aus der gesamten Diözese.

Nach dem Abschlussgottesdienst am Donnerstag in der Erzbasilika San Giovanni in Laterano machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Rückweg in ihre Heimatorte. Unterhalten wurden sie während der Fahrt von einem Busradio, welches eigens für die Romwallfahrt produziert wurde.