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Wir sind dann mal weg ...

06. Oktober 2011

Wir sind dann mal weg …


Gott nahe zu sein, ihn an heiligen Stätten zu suchen treibt die Menschen aller Glaubensrichtungen schon seit Jahrhunderten auf die Straßen.
Aufbrechen – Gewohntes hinter sich lassen – sich auf den Weg machen – ein Ziel vor Augen haben
Wir wollen aus dem Alltag heraus, suchen Gott, suchen neue spirituelle Erfahrungen. Auf einer Wallfahrt aber kommen viele Erfahrensbereiche zusammen. Die Anstrengung, die Mühe und Freude, das gemeinsame Essen, Erholung und Ruhe, Beten und Schweigen verbinden sich in einer Weise miteinander, die es sonst kaum gibt. Man sagt auch: Pilgern ist beten mit den Füßen!


Mein Weg ?!


Welche Wege bin ich in der letzten Zeit gegangen?

War es ein guter, erfolgreicher Weg?

Oder ein Weg mit Irrwegen und Sackgassen?

Auf welches Ziel hin bin ich eigentlich unterwegs?

Was treibt mich an, was hält mich in Bewegung hält?



Der Weg vor mir

Ein Weg liegt vor mir.
Ich will ihn gehen.
Ich will den Grund spüren, der mich trägt:
den Asphalt, die Steine, die Erde.
Ich will die Umgebung sehen, durch die er mich führt:
die Wälder, die Hügel, die Orte.
Ich will die Welt wahrnehmen, die er meinem Ohr erschließt:
die Blätter im Wind, die Vögel, die Gespräche unterwegs.
Ich will die Bewegung, in die er mich bringt.
Ich will offen sein für das, was mir begegnet.
Ich will die Chance nutzen.
Ein Weg liegt vor mir.
Ich will ihn gehen.

(aus: Von Gott geführt unterwegs, Wallfahrtsbuch der Lourdes-Wallfahrt des Bistum Speyer 1998)


Text: Jutta Baltes

Bild: Adrian Gaidzik